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Der Waldfriedhof in Bruneck

Der Waldfriedhof in Bruneck in Südtirol ist ein Soldatenfriedhof für Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkrieges verschiedener Nationen und Konfessionen. Er befindet sich auf dem Kühbergl und steht unter Denkmalschutz.

 

Während des Ersten Weltkrieges befanden sich infolge der nahen Dolomitenfront zwei, zeitweise auch drei österreichisch-ungarische Militärspitäler in der Stadt Bruneck. Die zahlreichen Toten konnten alsbald nicht mehr auf dem städtischen Friedhof bestattet werden, wodurch 1915 das örtliche Etappenkommando auf einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück dem Architekten Berchtold den Auftrag zur Gestaltung eines Soldatenfriedhofs auf dem Kühbergl gab. Am 3. Juli 1915 erfolgte die Einweihung, wobei der Friedhof bereits 46 Gräber aufwies.

Die Friedhofs- und Bestattungsarbeiten wurden von russischen und serbischen Kriegsgefangenen durchgeführt, die auch zahlreiche Holzkreuze schnitzten. 1936 wurde die Friedhofskapelle nach Plänen des Architekten Amonn errichtet, die die bis dahin bestehende Holzkapelle gegenüber der Ursulinenkirche ersetzte, in der die Totenfeiern für die Gefallenen gehalten wurden.

 

Die frei gewordenen Plätze auf dem Friedhof wurden nunmehr mit Gräbern heimischer gefallener Soldaten des Zweiten Weltkriegs ergänzt. In der Friedhofskapelle brachte man Bronzetafeln mit den Namen aller heimischen Gefallenen aus Bruneck an.

Quelle und mehr Infos: Wikipedia